Verband der Auslandspresse in Wien

„Ich bin geprägt und desillusioniert“

Was passiert, wenn man sich von wertgetriebener Außenpolitik abwendet? „Bei Syrien ist mir schmerzlich bewusst geworden, wie leicht Politiker, Journalisten und die Gesellschaft eine Stimmung der Gleichgültigkeit mittragen können“, meinte Bild-Chefredakteur Julian Reichelt bei seinem Talk mit Rainer Nowak, Chefredakteur der Presse, auf dem 11. Europäischen Mediengipfel in Lech.

Von Julia Bali und Jakob Lorenzi

 

Reichelt sieht in den politischen Entscheidungen zu Syrien sowie der damit verbundenen Berichterstattung gravierende Mängel. „Wie kann es sein, dass Kinder nur dreieinhalb Flugstunden von Deutschland entfernt in den Straßen vergast werden?“ Reichelt, der zwölf Jahre als Auslandskorrespondent im Nahen Osten gearbeitet hat, kann sich dieses Verhalten nur mit politischer Feigheit oder „spätrömischer Dekadenz“ erklären. „Ich bin geprägt und desillusioniert.“ Wie aber eine Intervention des Westens ausschauen soll oder welche Folgen damit verbunden wären, lässt Reichelt offen.

Die Gleichgültigkeit und das Nichteingreifen „des Westens“ in Syrien hätten zudem zwei fundamentale Probleme nach Europa gebracht – Flucht und Radikalisierung, so der Bild-Chefredakteur. Dies sei aber nicht nur auf die Staaten der EU zurückzuführen, sondern auch auf den schrittweisen militärischen Rückzug der US-Administration unter Obama. Auch den Medien räumt er hier eine Verantwortung ein: Sie konzentrierten sich vor allem auf die Betonung der Überlegenheit freiheitlicher, demokratischer Systeme und seien inhaltlich zu weit entfernt von der eigentlichen Problematik.

Beispiel „Gummiboot“

Beispielgebend dafür sei die Berichterstattung zu Fluchtursachen. So werde von den etablierten Medien argumentiert, dass die Flüchtenden die Boote aus schierer Verzweiflung besteigen würden. Das stimme so aber nicht, meint Reichelt, das sei eine schlicht rationale Entscheidung: „Haben meine Kinder in der zerbombten Schule oder im Gummiboot größere Zukunftsperspektiven?“

Der „deutsche Trump-Moment“

Auch die deutsche Innenpolitik und Berichterstattung wird von Reichelt kritisiert. So sei von Anfang die Linie vorherrschend gewesen, dass es zu einer Jamaika-Koalition kommen müsse. Wenige Stimmen innerhalb der medialen Welt positionierten sich gegenteilig. Dies stuft der Journalist als „Deutschen Trump-Moment“ ein. Der starke Wunsch der Politikberichterstatter sei anstelle von Sorgfalt und Recherche getreten. Die Nichteinigung in den Koalitionsverhandlungen wäre aber keine Staatskrise, denn „Einigungen sind nur dann etwas wert, wenn zuvor Nichteinigkeit vorherrschend war“.

„Was betrifft die Menschen?“

Reichelt argumentiert, dass in der Berichterstattung zwei zentrale Fragen zu stellen seien: „Was betrifft die Menschen? Was tut Politik für mich und was vielleicht gegen mich?“ Gerade aber in der anschließenden Fragerunde musste sich Reichelt kritischen Fragen zur Bild-Zeitung stellen. So wurden aus dem Publikum Stimmen laut, dass die Berichterstattung der Zeitung vor allem emotional-polarisierend und nicht rein informierend sei.

Reichelt stieß mit seiner Selbstdarstellung besonders bei der Flüchtlingsthematik und der EU-Berichterstattung auf kein Verständnis. So sei die derzeitige Berichterstattung zum „Dönerverbot durch die EU“ zur Abbildung der komplexen Verhältnisse in der EU vollkommen unzureichend. Bild beschrieb die Bemühungen der Europäischen Union Phosphat in tiefgefrorenen Fleischspießen zu verbieten mit Worten wie: „Das EU-Parlament bedroht den Lieblings-Imbiss der Deutschen“, blendet aber dabei Aspekte wie den Konsumentenschutz aus.

Den Gefahren an Leib und Seele ausgesetzt – Auslandkorrespondenten arbeiten unter Extrembedingungen

Sie arbeiten unter hohem Druck und nicht selten kommt es vor, dass sie eingeschüchtert und bedroht werden. Viele Journalisten arbeiten heute unter erschwerten Bedingungen in einer unruhigen Welt.

Ein Bericht von Maria Kafantaris und Aline Boillat 

Nichts mit Kaffeekränzchen und Smalltalk. Auslandkorrespondenten arbeiten heute unter harten Bedingungen. Einschüchterung, erschwerte Recherchebedingungen und nicht zuletzt knappe finanzielle Mittel gehören zum Alltag. Mittlerweile sparen nahezu alle Institutionen – auch Medienhäuser. Das hat zur Folge, dass Auslandkorrespondenten nicht zwingend am Ort des Geschehens recherchieren können. Der Grund liegt auf der Hand: Eine fundierte Recherche vor Ort kostet – und zwar nicht wenig.

Dazu kommen für die Auslandkorrespondenten akute Bedrohung bei der Berichterstattung in den Krisengebieten. Verständlicherweise sorgen sich Medienhäuser um ihre Auslandkorrespondenten. In solch prekären Situationen halten die Verantwortlichen diese zurück. Mit der Folge, dass freie Journalisten deren Arbeit übernehmen. Angestellte der Medienhäuser werden entlassen und sind so gewissermassen gezwungen, sich als freie Journalisten in Krisengebieten zu begeben.

„Verantwortlichkeit sondergleichen“

„Eine Verantwortungslosigkeit sondergleichen“, meinte Inga Rogg, Türkei-und Nahost- Korrespondentin der NZZ bei einer Diskussionsrunde zum Abschluss der 11. Europäischen Medientage in Lech. Laut Paul Flückiger, Korrespondent in Warschau im Netzwerk von weltreporter.net, ist es auch wichtig, Leute dahin zu schicken, die Land und Sprache verstehen.

Überwachte Büros, bedrohte Quellen

Die Korrespondenten-Profis berichteten beispielhaft von unangenehmen Arbeitsbedingungen: Büros werden von autoritären Regierungen überwacht, wertvolle Quellen bedroht und inszenierte „Realitäten“ präsentiert. Klar, dass Angst aufkommt. Man solle diese aber nutzen, um noch besser zu arbeiten – so gut es eben ginge, fügte Inga Rogg an.

Zur Frage nach den einschneidensten Erlebnissen meinte Pascal Nufer, China-Korrespondent des Schweizer Senders SRF:„Leute sind nach einem Interview mit mir verschwunden.“ Es ist also wenig erstaunlich, dass Auslandkorrespondenten mit psychischen Belastungen kämpfen. Die Journalisten „an der Front“ werden mit ihrer persönliche Einschätzung ihrer Krisengebieten für die Medienhäuser tendenziell immer wichtiger. Flückiger unterstrich, dass Auslandskorrepondenten meist mit besonderer Passion ans Werk gehen:„Viele von uns Journalisten sind ‚Überzeugungstäter’.“

Das „Experten-Esperanto“ der Macht

Es lässt sich nicht so einfach beantworten, ob die heutige Welt tatsächlich so instabil ist, doch laut Harvard-Professor David W. Kennedy fühlt es sich definitiv so an. Ein Teil des Problems liegt in einem neuen politischen Vokabular, das mehr der Strategie als der Wahrheit dient.

Von Isabella Scholda

 

Für viele Menschen ist es schwer, das scheinbar fantastische Bild der Nachkriegsordnung, wie sie der in Harvard lehrende David W. Kennedy beschreibt, aufzugeben. Diese ermöglichte es jedem Land, sich ins Weltgeschehen einzubringen. Jedes Land konnte der WTO und in manchen Fällen sogar der EU beitreten, insofern die richtigen Voraussetzungen dafür erfüllt wurden. Wie gesagt, ein fantastisches Bild: Globale Ordnung, pragmatische Problemlösung und das Streben nach Gerechtigkeit.

Wenn wir über diese Weltordnung sprechen, erscheinen Dominanz oder eine ungleiche Machtverteilung nicht auf unserem Radar. Doch schon damals gab es Stimmen, die dieses positive Weltbild nicht unterstützten und die politische Ökonomie als Verstärkung der Ungleichheit sahen. Für diese Menschen war die Welt schon damals eine ungeordnete.

Diese Ansicht vertreten heute laut David W. Kennedy immer mehr Menschen, viele strategische Akteure haben das immer schon gesehen. Sogar oder insbesondere die Akteure, die sich genau im Zentrum der Geschehnisse befanden.

„Wenn Unternehmer oder Politiker aufgefordert werden, die Welt zu beschreiben, dann sprechen sie stets von Ordnung und geopolitischen Vereinbarungen“, erklärt Kennedy. Fragt man sie jedoch nach ihren Projekten, dann sprechen sie nicht mehr von Ordnung. „Sie sprechen strategisch.“

Führung und Engagement hat ein neues Vokabular bekommen, oft Expertise genannt. Macht und der Anspruch darauf werden verbal ausgedrückt, Kriege werden mit Worten geführt. Kennedy bezeichnet dieses Vokabular als „Experten-Esperanto“. „Politiker werden dafür gecoacht, wie normale Menschen zu klingen“, sagt Kennedy. Doch in Wahrheit ist genau die Sprache, die „jeder“ spricht, extrem unklar definiert. Hillary Clinton fiel es oft schwer, mit ihren gut vorbereiteten, genau durchdachten, aber zu komplex formulierten Ansprachen die Menschen zu erreichen. Als Donald Trump drohte, eine Mauer zwischen den USA und Mexiko zu bauen, glaubten zwar nicht viele, dass er es wirklich tun würde, doch immerhin wurde klar, wofür er stand. Auch die Medien versuchen, dieses Vokabular zu übernehmen. „Comedy und Humor scheint vielleicht gerade deswegen oft ehrlicher als die Nachrichten selbst“, meint Kennedy.

In seinem Vortrag am Mediengipfel in Lech betont Kennedy, dass sich Experten nicht durch ihre Ideologie auszeichnen. „Zu jeder gesellschaftlichen Debatte gibt es auf beiden Seiten einen sprechenden Kopf.“ Was hängen bleibt, ist der Blick auf die Sprache wichtiger Akteure. Anstatt Tatsachen klar anzusprechen, wird das Experten-Vokabular strategisch genutzt. Ist das heutige Bild der Weltunordnung vielleicht sogar bewusst von Politikern geschaffen worden? Vermeintliche Expertise wird die Welt auf jeden Fall nicht wieder stabilisieren.

Wem hat`s was gebracht?

Der diesjährige Europäische Mediengipfel ist zu Ende. Zum 11. Mal haben sich führende internationale Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien in Lech getroffen. Heuer lag der Fokus auf der politischen und gesellschaftlichen Welt(un)ordnung und der damit verbundenen Zukunft des Journalismus. Aber: Was bringt uns der Mediengipfel eigentlich wirklich? Was bringt er uns als Gesellschaft und uns als Jungjournalisten?

Kommentar von Muriel Lerch und Alexander Polt

Es ist wichtig, sich dieser „Welt(un)ordnung“ anzunehmen, darüber zu debattieren. Der Mediengipfel bietet genau diesen Raum: Raum für Austausch, Raum für Reflexionen. Insbesondere in Zeiten, in denen der gesellschaftliche Zusammenhalt gefährdet scheint, gewinnt das zusätzlich an Relevanz. Populismus, Nationalismus, das Schüren von Hass und das Erstarken von Feindbildern prägen die Gegenwart und ziemlich sicher auch die nahe Zukunft. In dieser Situation sind unabhängige, selbstbewusste Medien besonders gefragt, und das in jedem Sinn des Wortes. Als vierte Macht im Staat tragen sie die Verantwortung, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und für ein wenig (Ein-)Ordnung zu sorgen. Medien müssen sich Gedanken über die eigene Zukunft machen, damit sie diese Rolle nicht verlieren.

Jedoch reicht es nicht aus, die Welt(un)ordnung zu kritisieren, um sie zu verändern. Der Mediengipfel vermag nicht, konkrete Lösungen herbeizuführen. Das muss er aber auch gar nicht. Allein durch die intensive Berichterstattung über diese Problematik wird öffentliche Aufmerksamkeit darauf gelenkt. Das kann und soll Anstoss für weitere Debatten sein. Es ist nur schade, dass die hochrangig besetzte Veranstaltung in Lech ausserhalb Österreichs nicht oder nur wenig medial rezipiert wird. In Zukunft wäre es schön, den Mediengipfel noch europäischer, vielfältiger und wirkungsvoller zu gestalten.

Auch für uns Jungjournalisten ist der Mediengipfel eine grossartige Möglichkeit. Im Rahmen der Medienakademie haben wir einen interessanten Einblick in den journalistischen Alltag gewonnen. Hier konnten wir selbst zu Wort kommen und unsere Sicht auf die Dinge präsentieren. Es ist der ideale Rahmen, um sich auszutauschen, neue Erfahrungen zu sammeln und Netzwerke zu knüpfen.

„Journalismus ist der schönste Beruf der Welt – man erlebt jeden Tag etwas Neues, es ist immer wieder spannend“, meint Markus Spillmann, Leiter der Medienakademie. Nach diesen drei spannenden und bereichernden Tagen können wir ihm nur zustimmen.

Das wird man ja wohl noch sagen dürfen, oder?

Kommentar von Julia Marie Bali und Alexander Polt

Political Correctness“ ist mittlerweile zum Kampfbegriff geworden. In seinem Vortrag am 11. Europäischen Mediengipfel 2017 in Lech bezeichnete Carlo Strenger sie gar als „die Autoimmunerkrankung des Westens“. Das liegt daran, dass jeder und jede etwas anderes unter dem Begriff versteht. Es bedarf einer gesellschaftlichen Aushandlung – es darf nicht egal werden, wie wir mit- und übereinander sprechen.

 

Während die einen durch „Political Correctness“ eine Beschränkung der Meinungsfreiheit wittern, sehen die anderen diese als Weg in eine offene, liberale Gesellschaft. Der Begriff gewinnt seit dem späten 20. Jahrhundert im Westen sukzessive an Bedeutung. Ursprünglich ging es darum, Interessen von Minderheiten auch sprachlich sichtbar zu machen. Heute empfinden immer mehr Menschen „Political Correctness“ aber als Freiheitsbeschränkung oder Zensur. Der Grundgedanke geht dabei verloren: Diskriminierung zu vermeiden.

„Political Correctness“ wird ins Lächerliche gezogen, der Begriff inflationär verwendet und aus dem Kontext gerissen. Und plötzlich sind Dinge wieder sagbar, die man eigentlich schon für unsagbar hielt. Es scheint „en vogue“ zu sein, sprachliche Grenzen auszuloten und unter dem Deckmantel der freien Meinungsäußerung langwierig erkämpfte gesellschaftliche Normen in Frage zu stellen.

Warum ist das problematisch? Sprache beeinflusst, wie wir denken und handeln, was wir wahrnehmen oder woran wir uns erinnern. Sprache ist immer mit Macht verbunden. Und mit Machtverhältnissen. Es ist also nicht egal, wie wir über Menschen reden. Schon nicht im Privaten, aber ganz besonders nicht, wenn man als Person des öffentlichen Lebens viele Menschen erreicht und beeinflusst.

Sprache formt unsere Gesellschaft und ist eben ein Indikator dafür, welche Stellung Minderheiten in der Öffentlichkeit erlangen. Ja, in allen Bevölkerungsgruppen gibt es Missstände, auch bei Minderheiten. Diese Probleme zu ignorieren, ist falsch. Und ja, berechtigte Kritik ist unerlässlich in einer freien Gesellschaft. In diesen Punkten hat Strenger recht. Aber „Political Correctness“ deshalb als „Malaise des Westens“ zu diffamieren, ist schlichtweg absurd. Am Ende schadet das vor allem denjenigen, die tatsächlich von Diskriminierung betroffen sind.

Es geht nämlich nicht um Sprechverbote. Es geht nicht um eine Einschränkung der Denk- und Redefreiheit. Und es geht ganz bestimmt nicht darum, dass man nichts und niemanden mehr kritisieren darf. Es geht um Gleichberechtigung und Respekt – sowohl in unserer Sprache als auch in unserem Handeln.

"Europa ist meine friedliche Heimat"

Wo steht Europa und wo entwickelt es sich hin? Drei junge Menschen sprechen über die EU und ihre Zukunft.

Von Benedikt Mair

Lech – Seit zehn Jahren treffen hochrangige Politiker und etablierte Journalisten in Lech zusammen, um beim Mediengipfel über die Probleme und Lösungen zu diskutieren, die Europa und die Welt bewegen. Um nicht nur den alten, erfahrenen Medien-und Polithasen das Wort zu überlassen, gibt es seit fünf Jahren ein Stipendienprogramm des Europäischen Parlaments. Es ermöglicht jungen, politisch interessierten Studenten, beim Gipfel in Lech teilzunehmen, mitzureden und mitzudenken. Ihnen gehört schließlich die europäische Zukunft.

Eine dieser Stipendiaten ist Stefanie Achammer aus Hall in Tirol. Die 21-Jährige studiert Politikwissenschaften an der Universität Innsbruck und zeichnet ein düsteres Bild vom Weg, den Europa derzeit einschlägt: „Die Europäische Union entwickelt sich in eine Richtung, die nicht gut ist.“ Spätestens seit dem Brexit steht für sie fest: „Das Projekt Europa ist ernsthaft in Gefahr.“ Verwunderlich sei es aber nicht, dass viele Menschen dem europäischen Staatenbund mit einer gewissen Skepsis gegenüberstehen, Populisten immer mehr an Boden gewinnen würden, denn „die Leute fühlen sich nicht verstanden und das muss sich wieder ändern“. Jeder für sich könne dazu beitragen, indem er hinausgeht, als überzeugter Europäer mit den Menschen spricht und sie von den Vorteilen der EU überzeuge.

Ähnlich sieht es Nils Ketterer, 28 Jahre alt und freiberuflicher Autor und Journalist. Es sei wichtig, die europäischen Werte weiterzugeben und weiterzuleben. „Ein vereintes Europa ist eine schöne Idee, voll mit Hoffnungen und Chancen.“ Für ihn ist die EU auch eine Notwendigkeit, denn wer glaube, dass ein einzelner, kleiner Staat in Zukunft bestehen könne, der würde sich irren. „Zusammenschließen ist immer besser als gegeneinanderzuarbeiten“, findet Ketterer.

„Europa ist meine friedliche Heimat“, sagt Julia Hahn, 23-jährige Jura-Studentin aus Wien. Und auch wenn diese im Moment zu zerbrechen droht, so habe doch jeder überzeugte Europäer selbst die Verantwortung zu tragen, dass diese seine Heimat nicht zerstört werde: „Bis jetzt haben sich Pro-Europäer darauf beschränkt, die EU schönzureden. Das muss sich ändern, wir müssen auch wieder kritisch hinterfragen. Nur dann können Fehler entdeckt, Probleme behoben werden.“

(Tiroler Tageszeitung vom 2. Dezember 2016, Seite 10)