Verband der Auslandspresse in Wien

Die zerrissene Welt – radikale Entwicklungen und alte Feindbilder im neuen Europa

Der 13. Europäische Mediengipfel in Lech am Arlberg, den der Verband der Auslandspresse in Wien mitbegründet hat, findet diese Jahr vom 28. bis 30. November statt.

Die zerrissene Welt – radikale Entwicklungen und alte Feindbilder im neuen Europa

Ost gegen West, Nord gegen Süd. Die Zerrissenheit der Welt wächst. Die Interessensgegensätze in einer globalisierten und digitalisierten Welt nehmen in einem bislang unbekannten Ausmaß zu. Die freie und offene Demokratie steht unter Beschuss. Das Erfolgsmodell des 20. Jahrhunderts droht zwischen zwei Mühlsteinen zermahlen zu werden. Die freie Welt hat nicht zuletzt durch die digitale Revolution Grenzen gesprengt. Künstliche Intelligenz verändert weltumspannend Wirtschaft und Gesellschaft.

Diese neuen Verbindungen, die Entgrenzung und Zusammenrücken suggerieren, stehen in einem sonderbaren Widerspruch zur politischen Realität, die zunehmend wieder alte und neue Feindbilder kreiert. Die Sehnsucht nach Grenzen jeglicher Art nimmt zu. Nationalisten und Populisten profitieren vom Verlangen nach einer Welt mit klaren Koordinaten von Ost bis West, von Nord bis Süd

Der Europäische Mediengipfel in Lech diskutiert die Nagelprobe für das neue Europa zwischen Globalisierung und Nationalismus. Führende internationale Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien suchen beim 13. Europäischen Mediengipfel vom 28. bis 30. November nach klaren Antworten für die Zukunft Europas in einer zerrissenen Welt.

Die Teilnahme einschließlich Übernachtung und Verpflegung ist  für die Mitglieder des Verbandes der Auslandspresse in Wien ist bei Berichterstattung kostenlos.

Initiiert wurde der Mediengipfel von  Lech Zürs Tourismus, Verband der Auslandspresse in Wien und ProMedia Kommunikation.Informationen unter: mediengipfel.at

Hier der Link zur Anmeldung:https://mediengipfel.at/de/themen/programm/anmeldung/Ansprechpartner ist Gabi Ziller, Agentur ProMedia, promedia.ziller@pressezone.at


Freitag, 29. November 2019

Hochkarätig besetzt startete der 13. Europäische Mediengipfel in Lech am Arlberg in den zweiten Tag. Nicht nur Social Media als die fünfte Macht im Staat war Thema – auch ob die Pressefreiheit in Gefahr ist wurde diskutiert. Zum Abschluss des Vormittags wurde auch der Frage nachgegangen, ob die menschliche durch die künstliche Intelligenz ersetzt werden könne.

Soziale Netzwerke führen zu einer Demokratisierung der Kommunikationsmittel. Unter diesem Credo begann der zweite Tag des 13. Mediengipfels in Lech am Arlberg. Philipp Jessen, CEO des Startups Storymachine, startete mit einem Vortrag unter dem Titel „Social Media als fünfte Macht im Staat“ und machte klar, dass klassische Medien durch soziale Netzwerke abgelöst werden. „Jeder kann ein Sender und Publisher sein,“ sagte Jessen. Journalisten hätten ihr publizistisches Monopol verloren und seien keine „Gatekepper“ oder „Agenda Setter“ mehr. Trotz dieses Paradigmenwechsels, in einer Welt, wo sich jeder selbst inszenieren könne, brauche es den Qualitätsjournalismus mehr denn je. Denn die meisten Inhalte und Diskussionen entstehen zuerst in den sozialen Netzwerken und werden dann in andere Kanäle übertragen. „Die Rolle der Journalisten ist noch wichtiger geworden in diesem Dschungel“, führte Jessen weiter aus.

Um die Schlagwörter Wahrheitsfindung und Desinformation ging es auch in der ersten großen Diskussion des Tages. „Ist die Pressefreiheit bedroht?“, fragte Daniela Kraus, Generalsekretärin des Presseclub Concordia, ihre Gäste. Mit dabei am Medienforum waren Johannes Bruckenberger, Chefredakteur der APA, Martón Gergely, Journalist bei HVG in Budapest, Fact-Checkerin Karolin Schwarz und Nana Siebert, stellvertretende Chefredakteurin von DER STANDARD. Martón Gergely verdeutlichte, dass Presse- und Meinungsfreiheit in Ungarn in Gefahr sind. „Wie oft bin ich aufgewacht und habe mich gefragt, wie konnte es so weit kommen?“, erklärte Gergely und führt aus, dass zahlreiche Tageszeitungen in kurzer Zeit geschlossen wurden.  Den Medien wurde vonseiten der ungarischen Regierung vorgeworfen, nicht über die Nöte der einfachen Bevölkerung zu sprechen. „Die Regierung macht das aber auch nicht“, konstatierte Gergely. 

In Österreich hätten wir dagegen ein hohes Maß an Pressefreiheit, ist Johannes Bruckenberger von der APA überzeugt und sagte, dass die Medien immer noch verbündete der Demokratie seien. Er erklärte aber auch, dass die politische Mitte immer mehr nach links und rechts ausfranse. „Es ist unsere Aufgabe im aufgehetzten Meinungsmarkt die Dinge zu verifizieren“, so Bruckenberger. 

Angst, Wut und Hass sind laut Karolin Schwarz, Fact-Checkerin und Medientrainerin aus Deutschland, die Zutaten für Meinungsmache im Netz. Falschmeldungen zirkulierten im Netz und würden immer wieder reproduziert. „Wenn eine Sache grün geworden ist, dann das das Recyclen von Falschmeldungen“, erklärte Schwarz und monierte, dass es an digitaler Zivilcourage fehle. 

Für Nana Siebert von der Tageszeitung DER STANDARD wäre es an der Zeit Medienkompetenz an Schulen zu lehren und Lehrer weiter zu bilden. Im Durschnitt sind die Lehrpersonen in Österreich 53 Jahre alt. „Sie wissen nur sehr wenig über neue Medien, Faktenchecks und Fake News“, so Siebert und rundet ihren Beitrag mit einer Forderung nach mehr Sensibilisierungsarbeit ab. 

Ortswechsel beim Mediengipfel: In St. Christoph im „arlberg1800“ wurde die einleitende Keynote von Ulrike Guérot und die anschließende Podiumsdiskussion dem Thema Populismus, Extremismus und Radikalismus gewidmet. Anschließend hielt Franz Fischler eine Rede zur Zerrissenheit in Österreich und in der EU. Florian Klenk führte ein Gespräch mit der Medienanwältin Maria Windhager über Ehre und Hass in einer digitalen Welt.

 

Zu Beginn des Abends konstatierte Ulrike Guérot (Leiterin des Departments für Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau-Universität Krems), dass „Politik immer das Ringen um eine bessere Gesellschaft“ sei. Populismus wäre der Streit um Deutungshoheiten. In der anschließenden Diskussion – moderiert von der ARD-Studioleiterin in Israel Susanne Glass – definierte Peter Neumann (Professor für Sicherheitsstudien am King’s College London) den Populismus als „eine Art von politischer Auseinandersetzung“ zwischen der Elite und dem Volk. Der Populist glaube, dass er den Interessen des Volkes nachgehe, obwohl dies nicht der Fall sei. Christina Hainzl (Leiterin Research Lab Democracy and Society in Transition) untersuchte den sprachlichen Aspekt von Populismus und bezeichnete ihn als „eine Form von Manipulation mittels Sprache und Bildern“. Nach der Aussage von Paul Ronzheimer (stellvertretender Chefredakteur der BILD) müsse der Populismus nicht „de facto böse“ oder schlecht sein. Politiker sollten die Sachverhalte klar darstellen, damit Aufmerksamkeit lukriert werde. Ansonsten nähmen die Populisten diese Aufgabe wahr. „Ich bin für Populismus für den Populo“, so bringt Ulrike Guérot ihre Ansicht auf den Punkt. Zum Abschluss der Diskussion stellte Glass die Frage, ob die Demokratie am Ende sei. Daraufhin antwortete Guérot: „Die Chancen, dass die Demokratie, wie wir sie kannten, in den nächsten zehn Jahren so besteht, sind nicht sehr hoch.“

Den Einstieg in den zweiten Teil des Abends machte Franz Fischler mit seiner Rede unter dem Titel „In Österreich ist der Zerrissene eine Posse. In der EU ist Zerrissenheit ihr Ende“. Er ging auf verschiedene Aspekte der Zersplitterung innerhalb der EU ein. „In Europa sind nicht alle vor dem Gesetz gleich – in den Mitgliedsstaaten gibt es unterschiedliche Altersgrenzen, um wählen zu können. Außerdem wird in jedem Mitgliedsstaat nach anderem Wahlrecht gewählt“, so Fischler.

„Ich wollte immer Journalistin werden, dann wurde mir das aber irgendwie zu blöd“, mit diesem Zitat von ihr stellte Florian Klenk (Chefredakteur vom Falter) zum Abschluss des Abends seine Gesprächspartnerin, Medienanwältin Maria Windhager, vor. Dabei wurde über den Hass in den sozialen Medien gesprochen. „Hass ist keine Meinung“, so Windhager. Hass im Internet zu verbreiten, habe nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Hass in den sozialen Medien habe außerdem zugenommen. Gegen Fake News im sozialen Netzwerk habe man als Normalbürger fast keine Chance. Für Maria Windhager ist aber klar, dass den Fake News trotzdem juristisch nachgegangen werden muss. Jedem sollte bewusst sein, dass Gesetze auch in sozialen Medien gelten denn, „jeder Bürger ist Medienherausgeber nach dem Mediengesetz und haftet voll für das, was er verbreitet“.

 

 

Fotos der Veranstaltung

Copyright: ProMedia Kommunikation/APA-Fotoservice/Lechner


Donnerstag, 28. November 2019

Mit viel Prominenz aus Politik und Medien startete am Donnerstag der 13. Europäische Mediengipfel in Lech am Arlberg. Neben Ex-Außenministerin Karin Kneissl und Ex-Bundeskanzler Christian Kern diskutierte auch der frühere deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg über radikale Entwicklungen und alte Feindbilder in einer „zerrissenen Welt“. „Ich freue mich über hochkarätige Gäste in Lech“, sagte Hermann Fercher, Direktor von Lech-Zürs Tourismus.

Für Karl-Theodor zu Guttenberg hat es US-Präsident Donald Trump „genial“ geschafft, den politischen Skandal durch Inflation zu entwerten. „Das führt dazu, dass die durchschnittliche Überlebenszeit im politischen Geschäft länger dauert, als es bei mir der Fall war“, sagte der ehemalige deutsche Minister, dessen politische Karriere 2011 endete. 

Obwohl viele Entscheidungen des Präsidenten von außen erratisch erschienen, spiegle Trumps Handeln im Kern doch die „amerikanische Gemütslage“ wider. „Er bedient zumindest die gefühlte Hälfte der politischen Erwartung“, analysierte Guttenberg. Trotz aller Kritik erkenne man in den USA, dass Trump liefere.

„Wer wird die Wahl 2020 in den USA gewinnen?“, fragte Kai Diekmann, Ex-Chefredakteur der BILD den Ex-Minister. „Ich glaube, wir werden das blonde Glück noch weitere vier Jahre erleben“, prognostizierte dieser. Die Vorwahlen seien für amtierende Präsidenten immer ein Vorteil, da sich da die politischen Gegner selbst zerlegten. Selbst ein Impeachment-Verfahren gegen Trump könne die Stimmung der US-Wählerschaft nicht „revolutionär umkrempeln“. „Da kann ich nur sagen: träumt weiter“, resümierte der ehemalige Minister.

„Gerade gegen die USA als Stimme der Vernunft aufzutreten wäre wünschenswert“, forderte die Israel-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung, Alexandra Föderl-Schmid. Die EU mache sich gerade im Nahen Osten viel zu klein und werde als Player nicht mehr wahrgenommen. Auch Russland nehme die EU kaum mehr ernst: „Solange man nicht klar definiert, dass man wirtschaftliche Zusammenarbeit unter der Hoffnung auf demokratische Verhältnisse in Russland weiterführt, ist der Westen nicht glaubwürdig“, so die russische Berlin-Korrespondentin Anna Rose.

Der EU-Abgeordnete Othmar Karas (ÖVP) sieht den Grund für die lähmende Zerrissenheit der EU in uralten kulturellen und gesellschaftlichen politischen Konflikten, die noch nicht beigelegt seien. „Wir müssen alles dafür tun, dass die Kommission zum Sprecher des Kontinents auf globaler Ebene wird. Wenn wir das nicht schaffen, wird der globale Fokus nach Asien wandern“, sagte Karas.

„Inwiefern kann das Regime in Peking die Entwicklungen in Hong Kong dulden?“, fragte Pascal Thibaut, Deutschland-Korrespondent von Radio France Internationale. „Chinas Regierung wartet einfach, bis die internationale Gemeinschaft das Interesse an dem Thema verliert. Dann machen sie weiter, weil das eine interne Sache ist“, erklärte Qian Sun vom größten privaten Fernsehsender Chinas „Phoenix TV“.

„Dieses Europa ist mehr denn je gefragt“, sagte Hans-Peter Siebenhaar, Präsident des Verbands der Auslandspresse Wien. Er empfahl dem Publikum Karin Kneissls Buch „Die zersplitterte Welt“. „Es ist aktueller, als manche glauben wollen“, betonte er. Kneissl warnte davor, dass auch internationale Organisationen wie die NATO oder die OSZE jederzeit zerbrechen könnten. Bereits in der Vergangenheit sei die gemeinsame Außenpolitik aufgrund „unterschiedlicher Interessenlagen“ zerbrochen.

Für Christian Kern geht es in der Politik hauptsächlich um Äußerlichkeiten: „Am Anfang meiner politischen Karriere dachte ich, Politik sei 95 Prozent Inszenierung. Tatsächlich sind es wohl 99 Prozent.“ Leider gehe dadurch „viel gestalterisches Potenzial“ verloren. „Die Dekade 2010 kann man mit dem Schlüsselbegriff 'alternative Facts' zusammenfassen“, diagnostizierte Kern. Stattdessen sei der Zweifel zum bestimmenden Motiv geworden. „Es gibt kein Vertrauen mehr, das zerstört unsere Institutionen, aber die autokratischen Systeme sind davon nicht betroffen“, warnte er. 

„Das Problem ist nicht Chinas Strategie, sondern dass die EU keine hat“, bemerkte Kern, der auch Präsident des Unternehmerverbands CEATEC (China Europe Association for Technology and Econonmic Cooperation) ist. Um an der Spitze zu bleiben, brauche die EU „große Leuchtturmprojekte“. „Wir geben in der EU mehr für Kühe als für Microchips aus. Das ist in unserer Zeit problematisch“, unterstrich er. Trotz allem werde die EU wirtschaftlich auch in 15 Jahren global weiterhin die „Nummer eins“ sein.

Seine politische Arbeit in der SPÖ vermisst Kern nicht: „Ich bin gerade in einer Phase, in der der Schmerz gegen null geht“, bemerkte er. „Du kannst es nicht so dumm denken, wie es dann kommt“, berichtete er in Bezug auf seine politischen Erfahrungen. „Ich mache mir über die SPÖ keine Sorgen“, fuhr er fort. Die Mitgliederbasis, die die Vision einer besseren Welt verbinde, werde sich wieder erholen. „Da gibt’s einen sehr intakten Kern“, schloss der Ex-Kanzler.

Im Rahmen des Mediengipfels fand in Lech auch die Liveübertragung der „Runde der ChefredakteurInnen“ auf ORF III statt. Ingrid Thurnher leitete die Diskussion mit Rainer Nowak (Die Presse), Gerold Riedmann (Vorarlberger Nachrichten), Paul Ronzheimer (BILD), Eva Linsinger (Profil) und Petra Stuiber (Der Standard).


Samstag, 30. November 2019

Der Samstagvormittag wurde – wieder zurück im Hotel Post in Lech – mit einer Live-Aufzeichnung des beliebten ZEIT Podcasts „Servus. Grüezi. Hallo.“ gestartet. Den Abschluss bildete die Podiumsdiskussion des Internationalen Presseclubs mit der Frage, ob es denn Journalismus überhaupt noch brauche.

Mit dem Live Politikpodcast „Servus. Grüezi. Hallo.“ der ZEIT wurde der Samstagmorgen eröffnet. Dabei waren Matthias Daum (Büroleiter im Ressort Schweiz-Seiten, DIE ZEIT), Florian Gasser (Redakteur im Ressort Österreich-Seiten, DIE ZEIT) und Lenz Jacobsen (Ressortleiter Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, ZEIT ONLINE) im Gespräch mit der NEOS Abgeordneten im Europäischen Parlament der Claudia Gamon.

Den Abschluss des 13. Europäischen Mediengipfels in Lech am Arlberg bildete der Internationale Presseclub mit dem Thema „Braucht es noch Journalismus? – Medien zwischen Information und Manipulation“ unter der Moderation von Markus Spillmann (Schweizer Journalist, Medienmanager und Unternehmer). Ivo Mijnssen (NZZ Korrespondent in Wien) sprach dabei von einer Medienkrise, „in der Agenturmeldungen immer größere Macht haben“ und sprach im Vergleich zwischen Österreich und der Schweiz von „Strukturen der Finanzierung der Medien in Österreich, die ganz andere Abhängigkeiten als in der Schweiz schaffen“. Valerie Zaslawski (Schweizer Politologin und freie Journalistin in Berlin) verglich die schweizerischen mit den deutschen Journalisten und stellte fest, dass „die Deutschen ein größeres Selbstbewusstsein haben, aber dennoch in der politisch korrekten Sprache und bei den Inhalten vorsichtiger sind“.  In Bezug auf neuere Entwicklungen im Bereich der Medien kritisierte Zaslawski, dass es nicht die Aufgabe von Journalisten sei, neue Finanzierungsquellen zu finden und Reichweite zu erzielen – das wäre die Aufgabe von Medienmanagern. „Journalisten sollen sich mit Formaten und Inhalten befassen.“ Tanit Koch (Geschäftsführerin n-tv und Chefredakteurin der Zentralredaktion der Mediengruppe RTL Deutschland) findet allerdings: „Es gibt nichts Transparenteres als eine Kampagne. In Deutschland wird der Kampagnenjournalismus als ganz normal betrachtet – zum Beispiel zu Themen wie dem Umweltschutz. Eine Kampagne kann man einem Medium auch nicht vorwerfen, wenn sie klar kommuniziert wird.“ Die Frage, ob es den Journalismus denn noch braucht, beantwortete zum Schluss Michael Linhart (österreichischer Botschafter in Paris) mit einem klaren „Ja“. „Man muss für Menschen und nicht für ein Klientel berichten. Dabei ist es wichtig, mit der Zeit zu gehen, und auch neue Medien aufzugreifen“, resümierte Linhart.

Der 14. Europäische Mediengipfel Lech am Arlberg findet von 3. - 5. Dezember 2020 statt.